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Reisepass für Vierbeiner

Allgemeines

Seit Oktober 2004 müssen Haustiere wie Hund, Katze, Frettchen bei Grenzübertritt einen Internationalen Heimtier-Ausweis mit sich führen und zur Identifikation gechipt (nach ISO-Norm 11784 oder 11785) sein, bis 2011 besteht als Übergang wahlweise die Möglichkeit einen Tätowierung. Sinn des EU einheitlichen Passes ist ein Vereinfachung und Angleichung der Einreisebestimmungen. Das Augenmerk liegt dabei auf dem Schutz vor Tollwut. Die Tollwutimpfung wird im Pass eingetragen und gilt je nach Serum bis zu 3 Jahren.

Einen Sonderfall nehmen übergangsweise Irland, Malta, Schweden und das Vereinigte Königreich ein. Für fünf Jahre dürfen sie ihre bisherigen schärferen Anforderungen an den Impfschutz gegen die Tollwut, wie Blutuntersuchung auf Antikörper, und besondere Bestimmungen für eine Behandlung gegen Bandwurm- und Zeckenbefall beibehalten.

Die EU Bestimmungen gelten auch für Schweiz, in Island, Andorra, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und Vatikan
Der Haustier-Ausweis können alle niedergelassenen Tierärzte im Bereich der EU ausstellen und führen, unabhängig vom Wohnort der Tierbesitzers und Standort des Tieres.

Im Heimtierausweis ist eingetragen:der Halter des Tieres mit Adresse Name, Art, Geschlecht des Tieres einschlieslich Geburtsdatum (so vorhanden) und Fellkleid Microchipnummer und Datum der Implantation mit Implantationsstelle bis auf weiteres reicht auch einen TätowiernummerNummer der Tätowierung und Datum Ferner werden alle Impfungen eingetragen mit Datum, Gültigkeit und dem Ermächtigten Tierarzt.

Reisen in der EU

Der EU-Heimtierausweis muss dem Tier eindeutig zugeordnet werden können, dazu muss das Tier mittels Mikrochip (ISO-Norm 11784 oder 11785) oder – übergangsweise noch bis zum Jahr 2011 – durch Tätowierung identifizierbar und die Kennzeichnungs-Nummer im Pass eingetragen sein. Neben Angaben zum Tier und seinem Besitzer muss der Pass den tierärztlichen Nachweis enthalten, dass das Tier über einen gültigen Impfschutz gegen Tollwut verfügt.

Bei Tieren, die schon gekennzeichnet und/oder geimpft sind, kann der Tierarzt die Angaben vom gelben „Internationalen Impfpass“ in den neuen EU-Pass übertragen. Er prüft vorher die Kennzeichnung und die Gültigkeit der Tollwutimpfung – gegebenenfalls muss die Kennzeichnung erneuert bzw. die Impfung aufgefrischt werden.

In den neuen EU-Heimtierausweis können zudem auch alle anderen Impfungen eingetragen werden. Wer einen EU-Heimtierausweis hat, braucht den gelben „Internationalen Impfpass“ dann nicht mehr. Wer nicht beabsichtigt, mit seinem Tier ins Ausland zu reisen, kann auch für Hund, Katze und Frettchen weiterhin den gelben „Internationalen Impfpass“ verwenden. Für andere Haustiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Vögel gilt der EU-Pass nicht.

Die Regelungen zum Heimtierpass gelten grundsätzlich für den privaten Reiseverkehr mit bis zu fünf Tieren wie auch für den Handel zwischen Mitgliedstaaten der EU.

Ausnahmeregelungen

Die Mitgliedstaaten Irland, Malta, Schweden und das Vereinigte Königreich sind ermächtigt, für eine Übergangsfrist von fünf Jahren ihre bisherigen schärferen Anforderungen an den Impfschutz gegen die Tollwut (Blutuntersuchung auf Antikörper) und besondere Bestimmungen für eine Behandlung gegen Bandwurm- und ggf. Zeckenbefall beizubehalten. Entsprechende Behandlungen bzw. Bestätigungen können nunmehr aber direkt im EU-Heimtierausweis vermerkt werden.

Zusätzliche Anforderungen sind auch beim gewerblichen Verbringen/Handel zu beachten.

Außerhalb der EU wird der EU-Heimtierausweis seit 1. Oktober 2004 auch in der Schweiz, in Island, Andorra, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und im Vatikan anerkannt.

Kosten

Die neuen EU-Heimtierausweise werden von niedergelassenen Tierärzten ausgestellt, die für diesen amtlichen Vorgang von den nach Landesrecht zuständigen Behörden autorisiert werden. Anders als bei den bisher gebräuchlichen gelben Impfpässen handelt es sich bei dem neuen blauen EU-Heimtierausweis um ein amtliches Dokument, dessen Ausstellung bezahlt werden muss.

Sonderregeln

Bei Reisen nach Irland, Schweden und in das Vereinigte Königreich gibt es zusätzlich zu beachtende Nachweispflichten hinsichtlich des Tollwutimfpschutzes und eine Pflicht zur Behandlung gegen Bandwürmer und Zecken.

Wer ohne den neuen EU-Pass reist, muss mit Problemen an der Grenze rechnen. Im Einzelfall muss mit Sanktionen des jeweiligen Mitgliedstaates gerechnet werden, die bis hin zur Quarantänisierung des Tieres reichen können und mit erheblichen Kosten für den Tierhalter verbunden sind.

Da eine Registrierung der Tiere nicht vorgesehen ist, ist ein zusätzlicher Eintrag in ein „Haustierregister“ grundsätzlich anzuraten.

Kritik

Tierschützer bemängeln, dass die sehr wichtigen Impfungen gegen die Krankheiten Parvovirose und Staupe, die in vielen europäischen Ländern stark verbreitet sind, nicht vorgeschrieben sind.

Quellenangabe

wikipedia.de

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